Registerkarten

Donnerstag, 26. April 2018

"Arztruf Hamburg" ist ein Fortschritt

Ab 1. Mai gibt es in Hamburg eine telefonische Anlaufstelle für Notfallpatienten, den "Arztruf Hamburg". Unter der Rufnummer 116117 können Patienten rund um die Uhr eine Zentrale kontaktieren, die sie mit einem Arzt verbindet. Ärzte bieten telefonisch eine Erstberatung und geben Empfehlungen ab mit welchen Leiden tatsächlich unverzüglich der Notruf aktiviert bzw. eine Notaufnahme aufgesucht werden sollte.

Hierzu erklärt Jennyfer Dutschke, stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion: „Nahezu jeder zweite Patient ist kein Fall für die Notaufnahme. Diese Patienten blockieren Kapazitäten, die für die tatsächlichen Notfälle dringend gebraucht werden. Wir begrüßen daher die Initiative der Kassenärztlichen Vereinigung für den ‚Arztruf Hamburg‘. Rund um die Uhr können Patienten telefonisch einen Arzt erreichen, der eine erste Einschätzung vornimmt, ob ein Leiden unbedingt eine sofortige Notarztkonsultation erfordert. Dies kann nicht nur den Patienten beruhigen, sondern die Notaufnahmen der Krankenhäuser auch entlasten. Außerdem kommt die ständige telefonische Erreichbarkeit eines Arztes im Notfall den Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft entgegen.
Viele Patienten verursachen allerdings aus Bequemlichkeit oder aufgrund von mangelndem Verständnis für die Ernsthaftigkeit von Erkrankungen oder Verletzungen verstopfte Notaufnahmen. Hieran wird der Arztruf Hamburg vermutlich nicht viel ändern. Dennoch ist er eine fortschrittliche Maßnahme und verdient eine Chance. Insofern sollte evaluiert werden, ob er zu einer wirksamen Entlastung führt. Ist dies nicht der Fall, müssen andere Konzepte gegen überlaufene Notaufnahmen entwickelt werden." 

Mittwoch, 25. April 2018

Neubaupläne für das AK Altona konkretisieren


Jennyfer Dutschke, stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion zu den Neubau-Plänen des Krankenhauses AK Altona:

„Wir begrüßen grundsätzlich die Neubau-Pläne für das AK Altona, um die medizinische Versorgung vor Ort weiterhin sicherzustellen. Leider gibt der Senat über die acht- bis zehnjährige Projektlaufzeit hinaus keine weiteren Auskünfte zu dem Vorhaben. Offenbar hat der Senat selbst noch keinen Plan, wie das Vorhaben ‚Neubau des AK Altona‘ umgesetzt werden kann. Damit ist das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt nichts anderes als bloße Ankündigungspolitik des Ersten Bürgermeisters.“

Hier geht es zur Antwort des Senats.

Dienstag, 24. April 2018

Vorlage ‚Volksinitiative Pflegenotstand‘ ist problematisch

Zum Zustandekommen der Volksinitiative ‚Hamburger Volksentscheid gegen Pflegenotstand in Krankenhäusern‘ erklärt die stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Jennyfer Dutschke:

„Wir Freie Demokraten haben ernsthafte Bedenken, ob die Forderungen der Volksinitiative rechtmäßig sind. Allgemeine und unter dem Strich schädliche Personaluntergrenzen lassen sich nicht ohne weiteres über eine Änderung des Hamburgischen Krankenhausgesetzes realisieren. Darüber hinaus lösen Mindestpersonalzahlen für Pflegekräfte den Fachkräftemangel nicht. Wer pauschal mehr Steuergeld für die Hamburger Krankenhäuser fordert, muss auch sagen, wo es herkommen soll. Denn dafür müsste wiederum an anderer Stelle gespart werden. Die Vorlage der Volksinitiative ist damit aus vielfältiger Sicht problematisch. Senatorin Prüfer-Storcks muss nun jedoch tätig werden und für die grundsätzlich begründete Forderung der Initiative nach personellen Verbesserungen im Pflegebereich Lösungsvorschläge machen. Außerdem muss Rot-Grün endlich auch einen sinnvollen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Pflege liefern.“